Finnischer Rock im Burghof (27.09.2014)

Foto: C. Arndt

Am Samstag trat im Burghof der finnische Ausnahmegitarrist Ben Granfelt mit seiner Band auf. Der Gitarrist spielte auch schon bei den Leningrad Cowboys. Ben Granfelt & Band gründeten sich vor 20 Jahren.  Von Cedric Arndt

Mechernich-Kommern.
„Obwohl unsere Konzertabende sich in der Regel eher um das Blues-Genre drehen, wagen wir heute einmal einen Schritt in Richtung Rock. Denn als wir hörten, dass dieser Ausnahmegitarrist eine Deutschlandtournee plant, waren wir uns sofort einig, dass wir ihn für einen Auftritt im Kreis Euskirchen gewinnen müssen“, sagte Michael Mudra vom Eifel-Kultur-Team am Samstagabend, bevor Ben Granfelt & Band die Bühne im Kommerner Burghof betraten.

Der finnische Musiker hat eine beachtliche Vita: Insbesondere seine Zeit bei den Leningrad Cowboys, denen er von 1992 bis 1996 angehörte, verschaffte ihm einen Ruf als herausragendes Gitarrentalent. Mit der „Total Balalaika Show“ der Cowboys spielte der aus Helsinki stammende Gitarrist in mehr als 20 Ländern. Auch mit der Band Wishbone Ash tourte Ben Granfelt in ganz Europa und untermauerte so seine Bekanntheit in der Musikszene.

Ben Granfelt & Band gründeten sich vor 20 Jahren. Um dieses Jubiläum ausgiebig zu würdigen, tourt das vierköpfige Ensemble bereits seit Anfang des Monats durch Deutschland und machte deshalb auch im Kreis Euskirchen Halt. Schlagzeuger Kai Jokiaho musste am Samstag in Kommern aussetzen, weil er mit einem eigenen Projekt in Finnland auf der Bühne stand, aber in Risto Rikala fand man einen würdigen Ersatz. „Vor etwa 40 Jahren habe ich angefangen, Gitarre zu lernen. Man könnte also sagen, dass meine Musikkarriere bereits doppelt so alt ist wie unser Drummer“, scherzte Ben Granfelt zu Beginn des Auftritts in Richtung Rikala.

„Eine eigene Kunstform“

Ein besonderes Merkmal der Band ist die Besetzung mit zwei Leadgitarristen. „Mit ihren zahlreichen Soli und Battles zeigen Ben Granfelt und Marko Karhu, dass Gitarrenspiel in der Tat eine eigene Kunstform darstellen kann“, meinte Michael Mudra. Vervollständigt wurde das Quartett durch John „Groovemaster“ Vihervä am Bass. Die Gruppe spielte unter anderem zahlreiche Titel aus dem Anfang September veröffentlichten Album „Handmade“, was die Fans im Burghof mit wahren Jubelstürmen quittierten.

Am Freitag, 31. Oktober, steht die nächste Veranstaltung des Eifel-Kultur-Vereins auf dem Programm. Von 20 Uhr steht die Sena Ehrhardt Band im Euskirchener Casino auf der Bühne.

www.eifel-kultur.de

Quelle: Kölner Stadtanzeiger-Ausgabe 29.09.2014 Druckversion

Drucken E-Mail

Archiv / Rückblick / Presse