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Vollblutsängerin spielt mit dem Publikum (31.10.2014)

Altes Casino in Euskirchen

Sena Ehrhardts Stimme hatte es in sich. Der Shooting-Star aus den USA begeisterte im alten Casino. (Bild: Bietzker) Foto: biSena Ehrhardt, Hitparaden-Stürmerin aus den USA, überzeugt mit Stimme und Präsenz im alten Casino in Euskirchen. Sie selbst genoss ihren ersten Aufritt in Deutschland vor 160 Gästen, die sie und ihre unnachahmliche Stimme feierten.  Von Carolin Bietzker

Euskirchen. In Deutschland ist sie noch ein Geheimtipp. In den USA hat sie es inzwischen zur Chart-Stürmerin gebracht. Bereits seit knapp drei Wochen ist ihr Song „If Trouble Was Money“ auf Platz Eins. Das aktuelle Album „Live My Life“ steht in den Bilboard Blues Charts auf Platz 21. Sena Ehrhardt, der Shooting-Star der amerikanischen Blues-Rock-Szene, erobert nun auch Deutschland. Ihre erste Station auf ihrer Tour durch die Bundesrepublik war das Alte Casino in Euskirchen.

Rund 160 Zuhörer genossen die Musik der Sängerin mit der kernigen Stimme und dem gekonnt in Szene gesetzten Sex-Appeal. Ihre Stimme war unnachahmlich. Kraftvoll, teilweise ein wenig rauchig und in allen Lagen mit markigem Unterton sang sie die Songs ihrer vorletzten CD „All in“ von 2013 und dem aktuellen Album „Live My Life“. An ihrer Seite spielten Cole Allan an der E-Gitarre, Rick Roussell (Bass) und Paul Peterson (Drums), allesamt professionelle Vollblutmusiker, die in den USA Rang und Namen haben.

Klare Ansagen

Die Show galt allerdings vor allem ihr selbst. Sie genoss sichtlich ihren Auftritt im schönen alten Gebäude in der Kaplan-Kellermann-Straße. Das Publikum, das im Laufe des Konzerts direkt bis zum Bühnenrand vorrückte, hing an ihren Lippen und ließ sich von ihrer Bühnen-Präsenz fesseln. Immer wieder nahm sie Kontakt zu ihren Fans auf, wusste sich zu inszenieren, feuerte klare Ansagen ab und gab sich als eine Frau, der man im Blues-Rock absolut nichts vormachen kann.

Dabei waren ihre Songs gar nicht mal so innovativ. Wer sich im Metier auskannte, erlebte das eine oder andere Déjà-vu, vor allem bei den Gitarrenriffs von Cole Allan. Der spielte diese mit großer Hingabe und körperlichem Einsatz und erinnerte mit den langen Haaren und seinem ganzen Habitus an den früheren, legendären Paul Gilbert. Sena Ehrhardt und Cole Allan machten auf der Bühne die Show. Sie warfen sich gegenseitig die musikalischen Bälle zu, gaben Raum für Emotionen und Ekstase, womit sie das Publikum in ihren Bann zogen. Die Sängerin hatte das Bühnengeschehen dabei völlig in der Hand. Weniger wäre da mehr gewesen, denn die temperamentvolle Musikerin hat es wirklich in sich und hätte das „Sex sells“ - Prinzip gar nicht nötig.

Im Hintergrund blieben Paul Peterson und Rick Roussel. Schade, denn die beiden hätten mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit verdient. Gerne hätte man öfter auch von ihnen größere Soli gehört. Ganz bescheiden stand der Bassist da, bewegte sich nicht allzu viel, seine Mimik blieb einigermaßen regungslos. Doch seine Hände waren auf den dicken Saiten unglaublich locker und schnell in Aktion und spielten neben den harmonisch fundierenden Basstönen wunderbare Läufe. Hart und direkt spielte Paul Peterson am Schlagzeug. Er fackelte nicht mit soften Percussion-Instrumenten herum, sondern zog auf Trommeln und Becken eine klare Linie.

Tolle Entdeckung

Frisch und dynamisch wirkte insgesamt die Musik von Sena Ehrhardt und ihrer Band. Das Talent wurde der erfolgreichen Sängerin schon in die Wiege gelegt. In Minneapolis wurde sie in ein „House of Blues“ hinein geboren, begleitete ihre Eltern schon in sehr jungen Jahren auf Konzerte und erfuhr Einflüsse von Blues-Größen wie Koko Taylor und den Fabulous Thunderbirds. Heute ist sie in Amerika selbst sehr gefragt und produziert ihre Alben mit namhaften Produzenten wie dem Grammy-Gewinner David Z. Mit Sena Ehrhardt hat der Verein „Eifel-Kultur“, der Veranstalter des Konzerts im Alten Casino, eine tolle Entdeckung gemacht.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger Ausgabe 03.11.2014 , Druckversion

             Kölnische Rundschau Ausgabe 03.11.2014

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Harten, geradlinigen Blues gespielt (27.09.2014)

Ex-„Leningrad-Cowboy" Ben Granfelt

Ben Granfelt-RundschauEiner der führenden Blues-Rock-Gitarristen Europas: Ben Granfelt (rechts) begeisterte mit Marko Karhu & Band in Kommern. Foto: Röder

Er gilt als einer der führenden Blues-Rock-Gitarristen Europas: Ben Granfelt. Mit seiner Band begeisterte der ehemalige „Leningrad-Cowboys"-Musiker die Fans im Kommerner Burghof mit geradlinigem Blues-Rock. Von Kirsten Röder

Kommern. Er gilt als einer der führenden Blues-Rock-Gitarristen Europas: Ben Granfelt. Mit seiner Band begeisterte der Ausnahme-Musiker die Fans im Kommerner Burghof. Meist im roten Licht getaucht, bot die Band geradlinigen begeisternden Blues-Rock. Immer wieder plauderte der Gitarrist aus seinem Musikerleben und der mittlerweile 40-jährigen Karriere.

Handgemachtes wie von der CD

Über die Grenzen seines finnischen Heimatlandes hinaus bekannt wurde er in den 90er Jahren als Mitglied der legendären „Leningrad Cowboys“, eine 13-köpfige Band, die vor allem durch ihre Musikparodien und durch ihre „Einhorn“-Frisuren als Elvis-Presley-Parodie bekannt geworden sind.

Mit der „Total Balalaika Show“ der Cowboys tourte der aus Helsinki stammende Gitarrist durch mehr als 20 Länder. Zeitgleich zu den Leningrad Cowboys veröffentlichte Granfelt weitere Alben unter seinem eigenen Namen oder als Mitglied der Band „Guitar Slingers“. Mit dem Konzert in Kommern feierte Ben Granfelt & Band ein Jubiläum, das vierköpfige Ensemble gründete sich vor 20 Jahren. Zusammen mit Marko Karhu, dem zweiten Leadgitarristen, setzte Granfelt musikalische Akzente. Auf Schlagzeuger Kai Jokiaho musste die Band allerdings an diesem Abend verzichten, er stand mit einem anderen Projekt in Finnland auf der Bühne, doch Risto Rikala ersetzte ihn bravourös, am Bass spielte John Vihervä.

Seit Anfang des Monats touren die Musiker durch Deutschland. Mit im Gepäck hat die Band neue Kompositionen: Zwei Jahre nach der erfolgreichen CD „Melodic Relief“ stellte Granfelt einige Lieder aus seiner aktuellen CD „Handmade“ vor, ein von der Fachpresse hochgelobtes Werk mit gradlinigem Rock bis hin zu packenden Gitarren-Balladen. „,Handmade' heißt sie, weil wir wirklich alles selber spielen, ohne Einspielungen und Programmierungen“, verrät Granfelt den Fans beim Konzert in Kommern.

Die Fans feierten die Musiker begeistert. Trotz des Erfolges suche die Band kleine Bühnen, so Pressesprecher Dr. Manfred Schubert vom Verein „Eifel Kultur“, der die Band verpflichtet hatte. Allerdings hatten sich die Veranstalter mehr als nur 100 Zuhörer erhofft. „Es fehlen immer 20 bis 30 Zuschauer, um finanziell auf eine Null zu kommen.“ Aber der Blues-Rock, der in den 80er/90er Jahren „mainstream“ war, habe heute leider eher „Nischenkategorie“, bedauerte Schubert.

Quelle: Kölnische Rundschau-Ausgabe 29.09.2014 Druckversion

 

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Finnischer Rock im Burghof (27.09.2014)

Foto: C. Arndt

Am Samstag trat im Burghof der finnische Ausnahmegitarrist Ben Granfelt mit seiner Band auf. Der Gitarrist spielte auch schon bei den Leningrad Cowboys. Ben Granfelt & Band gründeten sich vor 20 Jahren.  Von Cedric Arndt

Mechernich-Kommern.
„Obwohl unsere Konzertabende sich in der Regel eher um das Blues-Genre drehen, wagen wir heute einmal einen Schritt in Richtung Rock. Denn als wir hörten, dass dieser Ausnahmegitarrist eine Deutschlandtournee plant, waren wir uns sofort einig, dass wir ihn für einen Auftritt im Kreis Euskirchen gewinnen müssen“, sagte Michael Mudra vom Eifel-Kultur-Team am Samstagabend, bevor Ben Granfelt & Band die Bühne im Kommerner Burghof betraten.

Der finnische Musiker hat eine beachtliche Vita: Insbesondere seine Zeit bei den Leningrad Cowboys, denen er von 1992 bis 1996 angehörte, verschaffte ihm einen Ruf als herausragendes Gitarrentalent. Mit der „Total Balalaika Show“ der Cowboys spielte der aus Helsinki stammende Gitarrist in mehr als 20 Ländern. Auch mit der Band Wishbone Ash tourte Ben Granfelt in ganz Europa und untermauerte so seine Bekanntheit in der Musikszene.

Ben Granfelt & Band gründeten sich vor 20 Jahren. Um dieses Jubiläum ausgiebig zu würdigen, tourt das vierköpfige Ensemble bereits seit Anfang des Monats durch Deutschland und machte deshalb auch im Kreis Euskirchen Halt. Schlagzeuger Kai Jokiaho musste am Samstag in Kommern aussetzen, weil er mit einem eigenen Projekt in Finnland auf der Bühne stand, aber in Risto Rikala fand man einen würdigen Ersatz. „Vor etwa 40 Jahren habe ich angefangen, Gitarre zu lernen. Man könnte also sagen, dass meine Musikkarriere bereits doppelt so alt ist wie unser Drummer“, scherzte Ben Granfelt zu Beginn des Auftritts in Richtung Rikala.

„Eine eigene Kunstform“

Ein besonderes Merkmal der Band ist die Besetzung mit zwei Leadgitarristen. „Mit ihren zahlreichen Soli und Battles zeigen Ben Granfelt und Marko Karhu, dass Gitarrenspiel in der Tat eine eigene Kunstform darstellen kann“, meinte Michael Mudra. Vervollständigt wurde das Quartett durch John „Groovemaster“ Vihervä am Bass. Die Gruppe spielte unter anderem zahlreiche Titel aus dem Anfang September veröffentlichten Album „Handmade“, was die Fans im Burghof mit wahren Jubelstürmen quittierten.

Am Freitag, 31. Oktober, steht die nächste Veranstaltung des Eifel-Kultur-Vereins auf dem Programm. Von 20 Uhr steht die Sena Ehrhardt Band im Euskirchener Casino auf der Bühne.

www.eifel-kultur.de

Quelle: Kölner Stadtanzeiger-Ausgabe 29.09.2014 Druckversion

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Altes Casino Rhythm and Blues mit Albie Donnellys Supercharge (06.06.2014)

Heißer Sound und gute Laune

AD-ArndBild: C. Arndt

Was als Vorgruppe für Größen wie Ray Charles, B. B. King und Queen begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einem Ensemble das es schafft, 100 000 Menschen für einen Auftritt in den Londoner Hyde Park zu locken. Der Name "Supercharge" ist mittlerweile unter Musikfans gut bekannt und mit ihrem Bandleader Albie Donnelly haben sich die Musiker zu einer der führenden Rhythm 'n' Blues-Formationen in ganz Europa entwickelt. Am Freitagabend kamen die Besucher im Alten Casino Euskirchen ebenfalls in den Genuss dieser Band. Mit einer gelungenen Mischung der an Bluesmusik orientierten Bläserriege, gepaart mit fetzigen Gitarrensoli, sorgte die siebenköpfige Truppe gleich zu Beginn für wahre Jubelstürme. Ihr Repertoire reichte dabei von Jazz über Rhythm 'n' Blues bis hin zu mitreißendem Rock. Rund drei Stunden lang brachten sie den Saal des Alten Casinos mit abwechslungsreichen Melodien, Gitarrenriffs und satten Bässen zum Vibrieren, und kaum einen hielt es noch auf seinem Sitz. (arn) Bild: Arndt

Quelle: Kölner-Stadt-Anzeiger, Ausgabe 12.06.2014 (E-Paper)

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Ein Jazz-Abend der Extraklasse im Casino (11.04.2014)

KONZERT Sydney Ellis und Band musizierten in gemütlicher Lounge-Atmosphäre

VON CEDRIC ARNDT

Sydney Ellis-EU1Euskirchen. Nur drei Wochen nach dem fulminanten Auftritt von Preston Shannon im Euskirchener Casino präsentierte der Verein Eifel-Kultur am Freitagabend bereits das nächste musikalische Highlight.

Mit Sydney Ellis und ihrer vierköpfigen Band "Midnight Preachers" konnte sich das Publikum auf einen Jazz-Abend der Extraklasse freuen. "Im Gegensatz zu den meisten anderen unserer Veranstaltungen wird es heute Abend mal etwas ruhiger und entspannter zur Sache gehen", erklärte Organisator Michael Mudra. Passend zu dieser Aussage war auch der Zuschauerraum im Casino an der Kaplan-Kellermann-Straße hergerichtet. In gemütlicher Loungeatmosphäre lauschten die zahlreichen Gäste dem rund zweistündigen Konzert.

Ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelte die fünffache Mutter in und um Los Angeles, bald schon aber hatte sie an der gesamten amerikanische Westküste konzertiert.

Mittlerweile tourt Sydney Ellis über den gesamten Globus und ist bei über 1000 Konzerten in 25 Ländern aufgetreten.

Zu ihrem musikalischen Repertoire gehören sowohl eigene Kompositionen als auch neu interpretierte Klassiker der Jazz- und Bluesszene, etwa von Dinah Washington, Nat King Cole und Louis Armstrong. "Nachdem wir Sydney Ellis bereits im vergangenen Jahr bei ihrem Auftritt im Parkhotel während der Nightgroove-Veranstaltung gesehen haben, war uns allen klar, dass wir diese Stimme unbedingt auch ins Casino bringen wollten", erklärte Michael Mudra.

Große musikalische Leidenschaft

"Dass das schon heute Abend geklappt hat, ist für mich persönlich eine große Freude." Auch die restlichen Gäste zeigten sich von dem Bühnenprogramm begeistert. Gemeinsam mit Ralf Liebelt am Keyboard, Roland Weber am Schlagzeug, Saxofonist Hugo Scholz und Bassist Doc Ellis präsentierte die Sängerin dem Publikum einen gelungenen Abend, an dem man ihre große musikalische Leidenschaft vom ersten bis zum letzten Takt deutlich spürte. Diese Freude sprang auch von Beginn an auf die Zuschauer über und sorgte für eine harmonische Stimmung unter allen Anwesenden.
www.eifel-kultur.de

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger Ausgabe vom 14.04.2014 (e-Paper)

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