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„King of Kaplan-Kellermann-Straße“ (14.03.2014)

Preston Shannon zeigte sich publikumsnah und sprach die Zuschauer immer wieder an. () Foto: Foto: Mager

Für Blues-Fans ist Preston Shannon der „King of Beale Street". Die Straße in Memphis (Tennessee) wurde vom Kongress hochoffiziell zum „Home of the Blues" ernannt. Dort spielten Legenden wie B.B. King, Louis Armstrong und Muddy Waters. Von Johannes Mager

Euskirchen. Für Blues-Fans ist Preston Shannon der „King of Beale Street". Die Straße in Memphis (Tennessee) wurde vom Kongress hochoffiziell zum „Home of the Blues" ernannt. Dort spielten Legenden wie B.B. King, Louis Armstrong und Muddy Waters. Am Wochenende avancierte Preston Shannon für seine Euskirchener Fans zum „King of Kaplan-Kellermann-Straße".

Dort steht das Casino, in dem der Verein „Eifel Kultur" dem Bluesmusiker eine Bühne bot. 400 Fans waren im ausverkauften Casino begeistert vom großartigen Konzert, das Shannon und seine Band dort hinlegten.

Spiellaune war ihm anzusehen

Mit seiner Inbrunst, die er in Gesang und Gitarrenspiel legte, war es nicht schwer, die Zuschauer zu überzeugen. Beeindruckend waren seine flinken Finger auf dem Gitarrenhals, die er jedoch wohldosiert einsetzte. Keine übertriebenen, beifallheischenden Soli, sondern erdig, schlicht und bodenständig – so wie sie zu Shannon und den Songs passt. Und dennoch zeigten sich seine Fähigkeiten auf dem Instrument. Der Bluesmusiker war richtig in Spiellaune.

Langweilig wurde es nie während des Konzerts. Die Basis der Songs lag unüberhörbar im Blues. Und das Konzert offenbarte Shannons Vielfältigkeit. Hier gab es einen langsamen, fast schleppenden Blues wie „As The Years Go Passing By" oder eine geradlinige Blues-Nummer wie „The Streets Will Love You To Death". Dort eine vor sich hinplätschernde Nummer mit leichtem Sommer-Feeling wie „The Way I Love You". Eines fehlte in keinem der Songs: der Groove.

Auch wenn er für „Ghetto" größtenteils nur zwei Töne brauchte, groovte Bass-Mann Henry Oden extrem. Jacco van den Heuvel am Schlagzeug trug seinen Part dazu bei. Ihm war die Spiellaune regelrecht anzusehen. Kein Wunder, dass sich alles, was nicht auf den Stühlen am Rand des Saales saß, mitbewegte.

Feine rhythmische Einschübe gaben dem Song den letzten Schliff. Durch die Bläser-Fraktion Jan de Ligt (Saxofon) und Floris Windsay (Trompete) wurde den Songs noch mehr Volumen verliehen. „Alle Frauen, die das Saxofon mögen, rufen laut yeah", forderte Shannon die Zuschauerinnen auf. Die Damen waren deutlich vernehmbar. Vermutlich hätten sie auch bei jedem anderen Instrument gerufen, denn das Zusammenspiel der sieben Musiker war großartig.

Quelle: Kölnische Rundschau, Ausgabe 17.03.2014

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Blues-Konzert in Euskirchen (14.03.2014)

Preston Shannon riss alle mit

Preston Shannon 5Unterstützt wurde Preston Shannon durch eine sechsköpfige, auch mit Blechbläsern besetzte, Begleitband. Foto: Cedric Arndt

Nur gelegentlich verlässt der Musiker Preston Shannon seine Heimat Memphis, um sich auf Welttournee zu begeben. Auf seiner derzeitigen Tour machte der Bluesmusiker nun Station im Euskirchener Casino. Von Cedric Arndt

Euskirchen. Ein Paukenschlag läutete am vergangenen Freitagabend die diesjährige Veranstaltungsreihe des Eifel-Kulturvereins ein. Mit Preston Shannon, der in seiner Heimat Memphis im nordamerikanischen Bundesstaat Tennessee auch als „King of Beale Street" bekannt ist, hatten die Organisatoren eine wahre Größe der Bluesmusik in das Euskirchener Casino geladen.

Seinen Titel verdankt Shannon seinen unzähligen Fans, die bei seinen regelmäßigen Konzerten in den unterschiedlichen Blues-Clubs auf besagter Straße zu Gast sind. Der Musiker verlässt sein angestammtes Revier nur für gelegentliche Welttourneen und begeistert dann auch seine Anhäger auf dem restlichen Globus.

Heutzutage gilt Preston Shannon als führender Vertreter des sogenannten Mississippi-Blues, womit er in die Fußstapfen des legendären B. B. King tritt. Besonderes Merkmal von Shannon ist ein eindrucksvolles Gitarrenspiel, das gemeinsam mit seiner ausdrucksstarken Soulstimme die Zuhörer jedes Mal aufs Neue mitreißt. Dabei legt sich der Musiker keineswegs auf einen bestimmten Stil fest. Das Spektrum seiner Titel reicht von rockigen Nummern über klassische Bluesstücke bis hin zu gospelinspirierten Songs und gefühlvollen Balladen.

Bei seinem Auftritt im Alten Casino hatte sich Preston Shannon tatkräftige Unterstützung mitgebracht. Die sechsköpfige Band um Bassist Henry Oden, der schon mit Joe Louis Walker, John Lee Hooker oder Freddie King auf der Bühne stand, sorgte für die stimmungsvolle Begleitung des Bluesmusikers. Komplettiert wurde die Band durch Gitarrist Fat Marry, Keyboarder René Schulte, Schlagzeuger Jacco van den Heuvel sowie Trompeter Floris Windey und Saxophonist Jan de Ligt.

„Da wir zahlenmäßig nicht viele Veranstaltungen pro Jahr planen, wollen wir diese aber besonders hochwertig gestalten", erklärte der Vorsitzende des Eifel-Kulturvereins, Michael Mudra. „Mit einem solchen Andrang wie heute Abend hatten wir trotz allem Optimismus nicht gerechnet." 350 Karten hatten die Mitglieder gedruckt und mussten schon im Vorverkauf feststellen, dass sie damit nicht hinkommen würden. Für die Gäste, die an der Abendkasse ihr Glück versuchten, blieb deswegen nur ein Stempel als Beweis für ihre Anwesenheit bei diesem musikalischen Highlight.

Von der ersten Minute an war das Publikum fasziniert und trug auch selbst mit stimmgewaltiger Unterstützung zu einem Gelingen des Abends bei: Jeder bekannte Refrain wurde begeistert mitgesungen.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger Ausgabe 16.03.2014

 

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Gelungener Tourstart von Preston Shannon (14.03.2014)

preston shannon-26cb7901© Marco van RooijenEhrenamtlich engagierte Kulturinitiativen, die sich dem Blues verschrieben haben, gibt es hierzulande nicht nur in Gaildorf oder Schöppingen, sondern etwa auch im Landkreis Euskirchen im äußersten Südwesten von Nordrhein-Westfalen. Dort lud der Eifel-Kultur e. V., der mit seinen Aktivitäten auf der Pionierarbeit des 2009 verstorbenen Harry Braun aufbaut, am 14. März in das „Alte Casino" der Kreisstadt zu einem Konzert mit dem US-amerikanischen Gitarristen und Sänger Preston Shannon und seiner sechsköpfigen – mit Ausnahme des gleichfalls aus den Staaten eingeflogenen Bassmannes Henry Oden – niederländischen Begleitformation Fat Harry & The Fuzzy Licks, zu deren Line-up neben den üblichen Verdächtigen auch ein zweistimmiger Bläsersatz zählte. Nach einem instrumentalen Opener der Band standen mit dem Einstieg des 1947 in Mississippi geborenen Frontmannes sodann neben eigenem Material analog zur Tracklist seines kräftig gefeatureten neuen Albums „Dust My Broom" nicht zuletzt diverse mit durchaus eigenen Akzenten dargebotene Genre-Standards auf der Setliste des Abends, angefangen von Louis Jordans „Let The Good Times Roll" über oft gecoverte Blues-Klassiker wie „It Hurts Me Too" oder „Rollin' And Tumblin'" bis hin zu T-Bone Walkers „Stormy Monday".

Markenzeichen des mit erkennbarer Spielfreude und einer publikumsorientierten Bühnenpräsenz agierenden Bluesmannes, der seit rund 60 Jahren in Memphis zu Hause ist und dort den Beinamen eines „King of Beale Street" führt, sind dabei zum einen sein kraftvoller, expressiver Gesang und zum anderen ein mittenbetonter, warmer Gitarrenton, der egal ob clean oder crunchy präsentiert, sehr rund herüberkommt. Und auch die Unterstützung durch seine sechs Begleiter funktionierte bis auf kleine Patzer aufs Beste, sodass der Groove Shannons traditionell orientiertem elektrischem Blues mit gelegentlichem Soul-Einschlag jederzeit gerecht wurde. Nach zwei einstündigen Sets vor nahezu ausverkauftem Hause wusste ein begeistertes und mitnichten nur aus eingeschworenen Bluesfans bestehendes Publikum es den Akteuren auf der Bühne mit der energischen Einforderung von Zugaben zu danken, die mit diesem gelungenen Tourauftakt einen von nur zwei Deutschland-Gigs im Rahmen ihrer zweiwöchigen Europa-Tournee ablieferten.

Quelle: Bluesnews.de ein Beitrag von Michael Seiz

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Verheyen gastiert im Casino (22.11.2013)

Quelle: Kölnische Rundschau, Ausgabe 26.11.2013

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Aus der Presse

„Die Füße müssen wieder wippen“

Erstellt 30.01.2010
Es geht hier einzig und allein um die Musik. Ein Blick in das Wohnzimmer von Michael Mudra bestätigt diesen Eindruck. Die Musikanlage ist Hightech, die mannshohen Boxen dominieren... Von RONALD LARMANN
 

EIFELLAND. Es geht hier einzig und allein um die Musik. Ein Blick in das Wohnzimmer von Michael Mudra bestätigt diesen Eindruck. Die Musikanlage ist Hightech, die mannshohen Boxen dominieren mit ihrer Größe und ihrem extravaganten Aussehen das Zimmer. Die Musik von Carl Verheyen, dem Gitarristen von Supertramp, klingt fantastisch auf dieser Anlage.

Doch das reicht dem Musikgeräte-Hersteller Mudra nicht. „Ich persönlich darbe. Ich will wieder auf die Burg, ich will Verheyen und Co. wieder live hören“, sagt der Mann, der in Kommern-Süd wohnt. Nach einer kurzen Pause ergänzt er mit einem breiten Grinsen im Gesicht: „Die Füße müssen wieder wippen.“ Und genau das wollen Michael Mudra, der Vorsitzende des Vereins „Eifel-Kultur“, und seine Mitstreiter nun wieder hinbekommen. Sie wollen das Erbe von Konzertveranstalter Harry Braun antreten, der Anfang März 2009 verstarb. Sie wollen den Blues in die Eifel zurück holen und setzen mit ihrer ersten Veranstaltung gleich eine Duftmarke. Denn am Freitag, 19. März, wird der Ausnahme-Gitarrist Carl Verheyen mit seiner Band im Bourbonensaal der Burg Satzvey auftreten.

„Wir haben allerdings nicht den Anspruch, in Harry Brauns Fußstapfen zu treten“, sagt Vereins-Pressesprecher Dr. Manfred Schubert. „Wir müssen schließlich nicht davon leben und machen das ganze nur für den Spaߓ, ergänzt Mudra. So wollen er und seine Mitstreiter nur Verträge mit Musikern abschließen, wenn die Finanzierung in einem gewissen Maße gesichert ist. Dabei hat der Verein „Eifel-Kultur“ zwei Probleme zu lösen. Er braucht Bands, die auftreten, und er braucht Publikum, das die Konzerte besucht. Doch da sind Mudra und Schubert optimistisch. „Derzeit erhalte ich fast täglich mindestens eine Email von Musikern, die bei uns spielen wollen“, sagt Mudra. In der Musikerwelt sei der Verein bekannt. Schließlich existiert die Gruppierung bereits seit dem 1. April 2003. Der Verein sei unter anderem gegründet worden, um Harry Braun zu unterstützen. Nun habe man ähnliche Kontakte wie Braun in der Musikwelt. „Wir sind in sämtlichen Verteilern drin und erhalten daher Angebote“, erklärt Mudra. Zudem sei die Burg als Location bei den Künstlern überaus beliebt. Sie fühlten sich dort richtig wohl. Außerdem spreche sich die intime Club-Atmosphäre rum. „Die Künstler haben hier immer ein ungeheuer gutes Publikum gehabt und konnten mit den Besuchern auf Tuchfühlung gehen“, beschreibt Mudra den guten Ruf des Bourbonensaals.

So hoffen er und Schubert, dass sich auch das Publikum an die tolle Atmosphäre und die gelungenen Konzerte erinnert und wieder zahlreich zu den Neuauflagen strömt.

„Natürlich ist die Medienarbeit das A und O“, nennt Dr. Manfred Schubert die Strategie, um die Besucher auf die Konzerte aufmerksam zu machen. In der Szene sei man zudem gut vernetzt. „Unsere Emails gehen unter anderem auch an das Blues-Radio“, sagt Mudra. Sie selbst verfügten über einen Mail-Verteiler mit mehreren Tausend Leuten, die sie ansprechen könnten. „Und wir werden sicherlich auch ganz altmodisch Plakate kleben“, sagt der Eifel-Kultur-Vorsitzende. Wenn er es sich recht überlege, gehöre zu dem Vorhaben sicherlich „eine Art von Verrücktheit“. Doch auf der anderen Seite hätten die Vereinsmitlieder ein gutes Arbeitsteilungskonzept ausgearbeitet. „Wir sind alle gestandene Leute, die im Berufsleben stehen. Das klappt schon“, ist Mudra überzeugt. „Wir haben schon ein fundiertes Know-how in unserem Verein“, ergänzt Schubert.

Damit wolle man auch die Jugend fördern. „Wir tragen schließlich Kultur im Vereinsnamen und so haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, auch dem Nachwuchs eine Plattform zu bieten“, sagt Mudra. Denkbar seien auch Abstecher in andere Musikrichtungen - etwa in den Bereich der Klassik.

Nun wolle man aber zuerst einmal abwarten, wie das Konzert mit Carl Verheyen laufe. Bei einem Erfolg wären zwei bis drei weitere Konzerte in diesem Jahr denkbar - und vielleicht könne man sich in den nächsten Jahren dann noch steigern. Doch bei aller Liebe zur Musik soll das Ganze vor allem Spaß machen und für die Vereinsmitglieder nicht in Stress ausarten. Michael Mudra nennt sozusagen das Motto für die Zukunft: „Wir machen Konzerte, wenn wir wollen. Wir machen Konzerte, wenn es spannend ist. Wir machen Konzerte, wenn es passt.“

Quelle: Kölnische Rundschau, Ausgabe 30.10.2010

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